MY.S³upsk - Stadt in Polen - Stolp

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in Schönau


Hans war der erste, der auf meine Mail, die ich an eine deutsche Newsgroup geschickt habe, geantwortet hat. Am 1.04.2002 schrieb er, stellte sich vor und bedauerte, dass obwohl Polen ein Nachbarland Deutschlands ist, er darüber nicht viel mehr wüsste, als über die Kanaren.
Und so fing eine Korrespondenz an, welche bis heute andauert.
Dank den, bis heute schon hunderten vom Mails habe ich Hans, seiner Familie und seinen Freunden mein Heimatland und S³upsk näher gebracht.
Da Hans am Fuße der Alpen in Bayern wohnt, konnte ich diese Region und ihre Traditionen kennen lernen.
Aus dieser virtuellen Bekanntschaft wurde Freundschaft und führte dazu, dass ich mich, nach vielen herzlichen Einladungen dazu entschlossen habe, meine Freunde in Bayern am 27.09.2003 zu besuchen.
Obwohl wir alles übereinander und über unsere Familien wussten, war ich etwas beunruhigt. Mein Aufenthalt war für 2 Wochen geplant.
Aber das, was dann passiert ist, hat meine kühnsten Träume übertroffen. Ich wurde in München wie ein Botschafter oder König Polens oder von S³upsk empfangen.
Als wir zum Haus meiner Gastgeber nach Schönau bei Berchtesgaden kamen erwartete mich ein wunderschöner Garten, eine Terrasse mit einem Ausblick auf den Watzmann und... die oben am Mast wehende polnische Fahne.



Meine bayerischen Gastgeber haben auf diese Weise ihren Freund aus Polen, aus S³upsk willkommen geheißen. Während meines ganzen 2-wöchigen Aufenthaltes, wehte die polnische Fahne.
In den zwei Wochen wurde mir Langeweile verboten. Ich wanderte mit Hans auf den Wanderwegen der Alpen. Annemaria, seine wunderbare Frau bereitete in der Küche verschiedene Spezialitäten und erwartete meine Meinung. Ich antwortete immer ehrlich und wahrheitsgemäß, dass ihre Gerichte super sind.
Annemarie freute sich. Doch nach ein paar Tagen fragte sie etwas beunruhigt, ob dass Wort "super" im Polnischen dieselbe Bedeutung hätte wie im Deutschen.
Annemarie und Hans waren sich einig, dass sie mir in zwei Wochen unmöglich alles zeigen können. Ich muss jedoch zugeben, dass sie alles taten, um es zu schaffen.
Außer der Wanderwege in den Alpen, mit ihren wundervollen Landschaften war ich in solchen Städten wie Salzburg, Bad Reichenhall, in einem Salzbergwerk, ich schwamm im wunderschönen Königssee, war in Obersalzberg wo sich eine Dokumentation der Naziverbrechen befindet und an vielen anderen Orten dieser schönen Region.
Überall begegnete man mir mit Wohlwollen und Lächeln.
Der Tag vor meiner Abreise wurde zum Feiertag erklärt. In Annemaries und Hans` Haus wurden Familienmitglieder und Freunde eingeladen.
Es war der 11.10.2003, ein wundervoller, sonniger Tag. Mein Freund nahm mich noch auf eine letzte Rundfahrt durch die schöne Umgebung. Dies war auch die Gelegenheit sich von denen zu verabschieden, die an diesem Tag nicht zu der Feier kommen konnten. Abermals Umarmungen und nette Worte. Zu der Abschiedsfeier kamen aus Schwabach, einem über 100km entfernten Ort auch Simone und Norbert.



Simone und Norbert habe ich bereits in S³upsk kennen gelernt. Unsere Bekanntschaft kam über das Internet zustande. Hans und Annemarie kannten Simone und Norbert nicht persönlich, obwohl sie durch mich schon viel über die beiden gehört hatten.
Das Haus fing langsam an sich mit Gästen zu füllen.



Die Gastgeber und ein Teil der Gäste trug traditionelle Kleidung. Im Hintergrund sang "Mazowsze". (mein Freund hatte diese CD bei Ebay ersteigert)
Als die Sonne unterging gingen wir alle in den Garten. Dort habe ich feierlich, mit Unterstützung der Gäste die Polnische Fahne abgenommen.
Ich war sehr gerührt.



Nach einer Nacht in der ich kein Auge zugemacht habe wurde ich am nächsten Tag von meinen Gastgebern nach München gebracht. Von dort unternahm ich die Rückreise nach S³upsk.



kurzer Fotosbericht befindet sich unter: www.my.slupsk.pl
Fotoalbum mit über 200 Bilder wurde auf dem Server Webshots Community placiert.